Hildegardstraße 49 und 51

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Hildegardstraße 49, 04315 Leipzig

Ursprüngliche Nutzung

Wohnen & Geschäft - Wohn- u. Geschäftshaus

Wohnen & Geschäft - Wohnhaus

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Als Teil des Ostblock-Projektes konnten zwei Häuser in der Hildegardstraße mit einem Bankkredit durch den Verein Helden wider Willen erworben werden. Zuvor war ein Erbpachtvertrag mit der Stadt ausgehandelt worden. Das Erbbaurecht ermöglichte einen niedrigschwelligen Einstieg mit Verstetigungsoption (Kauf), die überraschend schnell in Anspruch genommen wurde. Das Projekt trägt sich heute bereits teilweise über die kurz- und langfristige Vermietung von Räumen zum Wohnen und Arbeiten und erprobt damit soziales Unternehmer:innentum.

Links

Die beiden Gebäude sind teil des Ensembles Ostblock Leipzig in der Hildegardstraße, das aus sieben Gebäuden besteht. Nach Verhandlungen mit der stadteigenen LWB konnten die beiden Objekte als einzige durch den Verein Helden wider Willen übernommen werden. Im Laufe des Projektes stand dabei nicht nur die Sanierung der Objekte im Mittelpunkt. Ziel war auch, gemeinschaftliche und kreative Orte für die Nachbarschaft zu schaffen und der Gentrifizierung und Verwertung städtischer Lebensräume entgegenzuwirken.

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Gebäudezustand

Kategorie

Sanierungskonzept

Objekt-Nr.

2

Denkmallisten-Nr.

09294673

Ort

Hildegardstraße 49, 04315 Leipzig auf Karte anzeigen

Beschreibung

Das Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 51) zeichnet sich durch eine Putzfassade, Stuck und Granitstufen im Eingangsbereich aus. Es ist baugeschichtliches und ortsentwicklungsgeschichtliches Zeugnis der Ortserweiterung Volkmarsdorf. Als Teil des Ensembles Ostblock Leipzig befindet sich mit dem HAL Atelierhaus und dem Honorary Hotel heute in dem Gebäude ein kulturelles Begegnungszentrum, Bildungsort sowie Wohn- und Gemeinschaftsraum.

Baujahr

um 1895 (Mietshaus)

Nutzung

Derzeitige Nutzung

Kunst- und Begegnungszentrum HAL Atelierhaus (hybrid art lab), Honorary Hotel

Ursprüngliche Nutzung

Die beiden Mietshäuser Hildegardstraße 49 und 51 entstanden 1895 als bauliche Einheit in geschlossener Bebauung. In Nummer 51 befand sich wohl ehemals ein Ladengeschäft, zudem weißt diese Hausnummer eine Tordurchfahrt mit preußischer Kappe auf. Beide Gebäude besitzen eine historisierende Putzfassade. Nachdem beide Objekte leerstanden, machte es sich der Verein Helden wider Willen e.V. zum Ziel, die Gebäude in einem schrittweisen Prozess niedrigschwellig in gemeinsamer Initiative von Kunstschaffenden, sozialem Unternehmertum und der umgebenden Nachbarschaft zu retten. 2013 konnte der Verein dazu die Immobilien mittels eines Erbpachtvertrages pachten. Inzwischen wurden sie mithilfe eines Bankkredites ganz durch den Verein übernommen. Die Vermietung der ersten Wohnungen ab 2014 beinhalteten Verpflichtungen der Mietenden, ihre Wohnungen selbst auszubauen. die Sanierung des zweiten Gebäudes wurde anfangs durch eine erste Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Finanziell trägt sich das Projekt vorwiegend über die kurz- und langfristige Vermietung, wodurch das soziale UnternehmerInnentum erprobt wird. Ziel war, die Hildegardstraße zu einem internationalen Begegnungszentrum und Gästehaus zu entwickeln sowie einen selbstorganisierten Lebensraum zu schaffen, der sich sozial und wirtschaftlich nachhaltig trägt. Als öffentlicher Begegnungsort stehen die beiden unteren Etagen Verfügung, zahlreiche Vereine sind Mieter des Objektes. Zudem befinden sich dort Ateliers, Künstler*innenresidenzen und Gemeinschaftsräume. Die oberen Etagen sind als Wohn- und Arbeitsraum ausgebaut. In den beiden Gebäuden leben und arbeiten seit 2014 ca. 30 Menschen zusammen, die mit aktiver Stadtteilarbeit das Viertel beleben und sozial prägen. Ziel des Vereins ist unter anderem, der sozialen Verdrängung entgegenzuwirken. Projekte für die Quartiersarbeit sind etwa das help*Festival, die digitale Vernetzungsplattform leipziger-ecken.de, Hildes Sprachtee (Sprachcafé) und Hildes Bauernmarkt.

Fläche

Grundstücksfläche

200 m²

Nutzfläche

1260 m²

Anzahl Gebäude

2

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5 Bilder

Ort

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