Johannisbad Zwickau
Ursprüngliche Nutzung
öffentliche Gebäude - Badehaus
Erfolgreiche Sanierungskonzepte
Der Fokus soll auf die langjährige und intensive Arbeit des Förderverein Johannisbad gerichtet werden. Diese bemühten sich seit 1995, nun mehr als 30 Jahren für die Instandsetzung und Instandhaltung des Johannisbads. Es wird hier gezeigt in wie weit Eigeninitative in hinsicht auf ein Denkmal positive Auswirkungen haben kann.
Informationen
- Gebäudezustand
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saniert
- Kategorie
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Sanierungskonzept
- Objekt-Nr.
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718
- Ort
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Johannisstraße 16, 08056 Zwickau
- Beschreibung
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Reich gegliederter Komplex in Klinkerbauweise mit neogotischer Fassade von großer künstlerischer und baugeschichtlicher Bedeutung, mit bemerkenswert gut erhaltener und qualitätvoller Innenausstattung im Jugendstil. Massiver Klinkerbau mit leicht ausgeschmücktem Mittelrisalit der Hauptfassade. Hier sind axial über dem Hauptportal zwei Rosenfenster zu finden. Weitere Strukturierungen der Fassade erfolgen durch Gesimse. Zusätzlich finden sich über den Baukomplex verteilt Zinnen und Giebel sowie kleinere Türmchen. Die Innenräume sind reich ausgestattet mit Wasserspeiern, Jugendstilfliesen, schmiedeeisernen Geländern in Blätter- und Rankenform sowie floralen Wandmalereien. Die Schwimmhalle ist eingerahmt in einen dreigeschossigen Emporensaal (Arkade, Galerie und Oberlichtgalerien) mit Holzdecke und Oberlicht im Zentrum. Ausgestattet im Original war es mit einem Schwimmbecken mit 17,75 Meter auf 9,50 Meter, irisch-römischen Bädern, einem Dampfad und Ruheräume
- Nutzung
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Derzeitige Nutzung
Das Jahonnisbad wird als Badehaus der Stadt Zwickau genutzt.
Geschichte
1866 Dr. Julius Schlobig beauftragt Architekten Ludwig Möckel für den Bau 1869 Eröffnung der Orthopädischen Bade-und Heilanstalt 1904 Fertigstellung und Eröffnung des Schwimmhallenanbaus 1958 Ersetzen Originaler Holzdecke aufgrund Verfall durch Glasdecke 1965 Einsetzen zweiter Glasdecke unterhalb erster; Veränderung des Raumgefühls und Raumoptik 1988 Einstellung Arbeit der Medizinischen Abteilung im Altbau (genannt Schlobigbau) des Ensembles aufgrund Verfall 1989 Abbruchpläne für Altbau enstehen; gegenrede aus der Bevölkerung und öffentlichkeitswirksame Aktionen 1991 Beschluss auf Totalsanierung und Schließung der Anstalt 1993 Einstellung der Arbeiten nach Entkernung des Bades und Leerstand 1995 Gründung Förderverein „Rettet das Johannisbad“ e.V. aufgrund schlechten Zustand des baulichen Ensembles; Fokus auf Erhalt, Neugestaltung und Weiterentwicklung im Einklang mit Denkmalschutz. Ebenso soll regionale Sportgeschichte und Entwicklung erforscht und Verbreitet werden. Hier entsteht aus Eigeninitiative mit dem Planungsbüro Bauconzept Lichtenstein ein Sanierungsplan mit Einbezug des Denkmalschutz. 1997 Zusage aus dem EU-Förderprogramm „URBAN“ ca. 10 Millionen Euro Förderer Ebesno Stadt Zwickau, Freistaat Sachsen und privater örderverein Deutsche Stiftung Denkmalschutz ca. 60.000 Euro 2000 Wiedereröffnung; Hier wurde soviel wie möglich der Originalsubstanz genutzt und wiederhergestellt; moderne Schwimmbadtechnik und Infrastruktur im Rahmen des Denkmalschutzes umgesetzt
- Fläche
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Grundstücksfläche
200 m²