Spinnmühle / Baumwollspinnerei III J. H. Naumann & J. T. Lohse in Schlettau
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Herausforderungen
Erhaltung
Sicherung
Zustand
sehr baufällig, keine Notsicherungsmaßnahmen
Ursprüngliche Nutzung
Industrie & Gewerbe - Fabrik
Informationen
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Kontakt aufnehmen- Gebäudezustand
- Kategorie
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Akut bedrohtes Denkmal
- Objekt-Nr.
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384
- Denkmallisten-Nr.
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08990938
- Ort
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Talstraße 4, 09487 Schlettau auf Karte anzeigen
- Beschreibung
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Dreigeschossiges Hauptgebäude mit viergeschossigem Mittelrisalit, Putzbau, kreuzförmiger Grundriss, Dreiecksgiebel, monumentale Kolossaldreiviertels.ulen, hohe Fensteranzahl, Bruchsteinmauerwerk aus Gneis, flaches Satteldach; drei Nebengebäude.
- Baujahr
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1824 (Spinnmühle), ab 1870 Knochenmühle
- Nutzung
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Derzeitige Nutzung
leer stehend
Ursprüngliche Nutzung
Johann T. Lohse baute 1824 eine Spinnmühle in Schlettau, die er gemeinsam mit seinem Schwiegersohn unter dem Namen „Lohse & Naumann“ betrieb. Die Spinnerei konzentrierte sich auf die Verarbeitung von Baumwolle. Johann T. Lohse Johann T. Lohse (1760–1836), geboren in Altenhain bei Chemnitz, war ein herausragender Landbaumeister, der seine Ausbildung im Kirchenbau erhielt. Er gilt als einer der Pioniere des Fabrikbaus in Sachsen und setzte mit seinem gestalterischen Anspruch Maßstäbe in der Architektur der Industrieanlagen. Lohse errichtete zwischen 1808 und 1824 eine Reihe von bedeutenden Spinnereien, darunter die Gebrüder Schnabel in Erfenschlag (1808), Clauß in Plaue (1809), Evan Evans in Siebenhöfen (1812), Meinert in Lugau (1812) sowie weitere Werke in Schlettau (1814 und 1824). Darüber hinaus wird ihm der Bau der Kirchen in Reichenbrand (1802–1810) und Grünhain (1808–1812) zugeschrieben, ebenso wie der Turm- und Innenausbau der Kirche in Roßwein sowie der Turmhelm der St. Annenkirche in Annaberg (1814). Die von Lohse errichteten Gebäude zeichnen sich durch typische Stilelemente aus. Auf würfelförmigen Sockeln erhebt sich eine Reihe monumentaler Säulen, deren Enden durch wulstartige Ringe mit dem Sockel und der Deckplatte verbunden sind. Durch die stilistische Übertragung der für den Kirchenbau entwickelten Elemente auf seine palastartigen Fabrikgebäude, platzierte Lohse riesige Dreiviertelsäulen an den Ecken seiner Konstruktionen. Lohse wurde zudem selbst zum Spinnereiunternehmer und betrieb mit seinem Schwiegersohn unter dem Namen „Lohse & Naumann“ eine eigene Spinnerei in Schlettau. Lohse führte bei seiner eigenen Spinnmühle eine vollwertige Kreuzform des Grundrisses ein, um die Kraftübertragung der Antriebswellen in das obere Fabrikgeschoss zu optimieren. In seinem Erweiterungsbau von 1824 stellte er eine weitere Neuerung vor: Eine kielbogenartige Dachform, die er dem Schiffbau antlehnte, ermöglichte es, auf Stützen im Dachbereich zu verzichten und die Nutzung des Dachbodens erheblich zu verbessern.
- Fläche
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Grundstücksfläche
4 m²
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